Spitzenpartie Emmeln vs. Hesepe endet Remis

Lehrte verliert Flutlichtkrimi knapp gegen Germania

 

Von Peter Korte

 

Moin, moin liebe Fußballfreundinnen und Fußballfreunde,

 

lange Zeit gab es keine News aus Peters Fussball-Corner, aber jetzt geht’s wieder los.

Es hat sich viel getan in der 1. Kreisklasse Mitte. Es kristallisiert sich eine Spitzengruppe von vier bis fünf Teams heraus, aus dem der SV Groß Hesepe ungeschlagen noch hervorsticht. Lediglich ein 3:3-Unentschieden gegen Germania Twist verhindert eine makellose Punktausbeute beim Kreisligaabsteiger.

 

Und genau gegen das einzige Team, das gegen diese derzeitige Übermannschaft den ersten Punkt geholt hat, hatte Lehrte am Freitag Abend bei Schmuddelwetter unter Flutlicht anzutreten. Gästecoach Ansgar Schmees hatte nahezu die komplette Truppe an Bord. Allerdings hatte auch Jürgen Meyer die Qual der Wahl bei voll besetzter Reservebank.

Bei Dauerregen pfiff der Unparteiische Timo Berghoff, der alle Hände voll zu tun bekommen sollte das Spiel an. Die Lehrter begannen dann auch druckvoll und setzten den favorisierten Twistern schon weit in der eigenen Hälfte beim Spielaufbau zu. Das schmeckte diesen gar nicht. Denn das technisch versierte Kurzpasspiel der Germanen wurde so erfolgreich unterbunden. Stattdessen setzte Lehrte die ersten Akzente. Nach schöner direkter Kombination setzte Poldi Hormann einen Drehschuss knapp am langen Pfosten vorbei. Den hätte der Twister Schlussmann sicher nicht gehalten. Weiter ging es mit hoher Einsatzbereitschaft gegen die hoch gehandelte Twister Offensive. Jan-Hubert Elpermann war bei Atti Borken vollends abgemeldet und fiel nur in einer Aktion auf; doch dazu später mehr.

Nach sensationellem Pass von Stefan Bürschen in die Gasse, bekam Thomas Menke leider sechs Meter vor dem Tor nicht genug Druck auf den Ball. Die zweite gute Möglichkeit Mitte der ersten Halbzeit. Twist hatte bisher keinen Schuss aufs Tor gebracht. Das Spiel war von vielen rassigen Zweikämpfen am Rande der Legalität geprägt.

Vor allem bei Standardsituationen hatte die Twister Verteidigung arge Probleme. Bei jedem hohen Ball schwamm man sichtlich. So war es auch eine Ecke, aus der die hundertprozentige Chance für Peter Korte resultierte. Drei Meter vor dem Tor bekam er den Kopfball, konnte aber wiederum nicht genug Druck auf den Ball bringen. Das hätte die Führung sein müssen.

Dann bekam Twist etwas mehr Spielanteile, ohne aber das von Albers gehütete Tor zu gefährden. In der Pause zeigte sich Meyer mit der Chancenverwertung unzufrieden.

Nach dem Seitenwechsel ging das Spiel ähnlich weiter. Die erste Torchance hatte dann Twist, die aber mit einer Rückgabe ungefährlich endete. Im Gegenzug vergab Lehrte genauso kläglich. Zahlreiche Duelle machten das Spiel kurzweilig, sorgten aber auch für viele Unterbrechungen. Das 0:1 resultierte aus einem Schuß aus dem Gewühl heraus, als Lehrte den Ball mehrmals nicht aus der Gefahrenzone befördern konnte und van Zoest mit der Pike einfach mal draufhielt. Aus acht Metern war Keeper Albers chancenlos. Im Zuge des Torjubels ließ sich angesprochener Elpermann zu einer sehr unschönen Beleidigung an das gesamte Lehrter Team hinreißen und wurde vom aufmerksamen Berghoff zurecht mit der roten Karte für Unsportlichkeit bestraft.

In der Folge tat man sich gegen dann gut stehende Twister schwer. Doch Chancen kreierte man noch. Allerdings wurden diese wieder nicht genutzt. So konterte Twist noch einige Male gefährlich. Am Ende ein hartes Duell mit hohem Tempo und vielen Zweikämpfen, aber ohne viele spielerische Glanzpunkte. Lehrte belohnt sich für die gute Leistung nicht. Sogar Schmees sprach von einem sehr glücklichen Auswärtssieg seiner Truppe. Die enttäuschten Lehrter Spülten den Frust im Vereinslokal Vennemann gebührend herunter. Es sollte für Sonntag helfen!

 

Auch am Freitag Abend spielte die Lehrter Zweite; und zwar beim Tabellenführer VfL Herzlake III. Das Spiel begann denkbar ungünstig.Nach zehn Minuten sah Keeper Körbe im Zuge einer Notbremse die verdiente rote Karte. Des Übels nicht genug mußte der bedauernswerte Spielertrainer Stagge auch noch frühzeitig verletzungsbedingt wechseln. Matze Prins mußte mit Achillessehnenbeschwerden raus. Trotz erwiesenermaßen kämpferisch guter Leistung kassierte man am Ende neun Buden und verlor deutlich gegen sehr gut aufgelegte Herzlaker. Mund abputzen und weitermachen!!!

 

Am Samstag dann in der 1. Kreisklasse Mitte weitere drei Partien an. Darunter auch das Spitzenspiel Emmeln gegen Hesepe. Dieses hatte seinen Namen auch in jeder Hinsicht verdient. Ein von hohem Tempo geprägtes Spiel zweier gleichstarker Mannschaften. Die Führung gelang Hesepe durch Nykamp in der 20. Minute per direktem Freistoß. Aber das konnte Emmeln auch. Nur wenige Minuten später zirkelte auch Jänen einen Freistoß zum 1:1 in die Heseper Maschen. Dieser war aus Emmelner Sicht zumindest diskussionswürdig. Mit dem Unentschieden gings in die Kabine. Aus dieser kam die Heimmannschaft besser, das Führungstor gelang aber Hesepe durch einen Fernschuß von Rausch. Doch wieder hatte Emmeln die passende Antwort postwendend parat. Einen Foulelfmeter verwandelte Porsch zum 2:2 Endstand. Ein tolles Kreisklassenspiel endet leistungsgerecht Remis, hilft aber den Hesepern mehr. Diese verteidigen die niederlagenfreie Serie somit weiter.

 

Am Samstag dann auch in Wesuwe ein Kracherspiel. Nicht mit ganz so viel Qualität, aber mit etlichen Toren dafür. Und das wollen wir ja auch sehen. Der Gast aus Dohren schaffte sogar vier, aber dem Hagemann-Team gelingt doch tatsächlich eins mehr. Der 5:4 Heimsieg gegen die Bloom-Elf war aufgrund der besseren kämpferischen Leistung durchaus verdient. Und wer vier Tore auswärts schießt und dennoch nichts mitnimmt, der hats ganz einfach nicht verdient. Wesuwe berappelt sich allmählich und klettert in der Tabelle klammheimlich.

 

Das dritte Spiel bestritten Flechum und Schleper. Auch hier gabs einen Heimsieg. Nämlich 3:1 für Flechum. Der zweite Saisonsieg für Flechum war ein ganz wichtiger! Man schließt damit nämlich an uneter Tabellenmittelfeld ran. Außerdem hat man noch ein bis zwei Spiele weniger als die unmittelbare Konkurrenz.

 

Am Sonntag gings dann munter weiter. Unter anderem der 6:1 Heimsieg der Berssener gegen den SV Dalum II ließ aufhorchen. Das Hüring-Team hat sich zu einem ernstzunehmenden Konkurrrenten um die vorderen Plätze gemausert. Immerhin belegt man mit 23 Punkten nach zehn Spielen den drittenTabellenplatz und hat dabei sogar noch ein Spiel weniger als der Zweite Emmeln (25. Punkte).

 

Zu viel investiert am Freitag hatte indes offenbar das Team von Ansgar Schmees, denn gegen die SG Stavern/Apeldorn setzte es eine unerwartete 0:2 Heimpleite. Der entsetzte Schmees mußte am Ende sogar von einem verdienten Sieg der Gäste sprechen. Somit rutscht amn auf den vierten Tabellenplatz ab (20 Punkte). Stavern/Apeldorn, die diese Punkte sicher so nicht eingeplant hatten, kann damit die Abstiegsplätze verlassen.

 

Ebenfalls auswärts gelang dem SV Polle ein Überraschungscoup. Beim SV Teglingen wurde mit 3:1 gewonnen. Hier war es nun Klaus-Dieter Weinert, der sich entsetzt zeigte. Als bester Aufsteiger hat Polle damit die Teglinger in der Tabelle sogar überholt. Mit 16 Punkten hat man einen Zähler mehr als der SVT und belegt den sechsten Tabellenplatz.

 

Im Nachbarschaftsderby behielt der VfL Rütenbrock gegen Erika-Altenberge mit 3:1 die Oberhand. Nach der Niederlage gegen Polle brannte der VfL auf Wiedergutmachung. Der Gast steht schon mit dem Rücken zur Wand im Abstiegskampf. Letztlich gewann Rütenbrock verdient mit 3:1 und verschärft damit die Sorgen der Nachbarn. Dafür feiert man, dass man nicht in den Abstiegskampf rutschte. Die Ansprüche sind gesunken in Rütenbrock!

 

Das zweite Spiel an diesem Wochenende absolvierten die Grün-Weißen bei der Concordia aus Schöninghsdorf. Nach dem Resetting am Freitag bei Vennemann, begann man dieses Spiel bei Null. Die Heimelf hatte seit Mitte August kein Spiel mehr gewonnen. Lehrte wollte an die gute Leistung gegen Twist anknüpfen. Um es vorweg zu nehmen: Das gelang nicht! Man merkte bereits nach wenigen Minuten, dass dieses Spiel sicher keinen Hochgeschwindigkeitsfußball, geschweige denn spielerische leckerbissen anbieten würde. Vielmehr hatten beide Teams mit sich selbst zu kämpfen. Den Concorden merkte man die Verunsicherung der langen erfolglosen Serie an, Lehrte hatte mit seinen schweren Beinen und vor allem mit der mangelnden Einstellung zu kämpfen. Somit wurde es ein Kampfspiel. Schöninghsdorf gelang dann nach einer langen Flanke ein Kopfballtor, dass zur Marke kurios zu zählen ist und niemals hätte fallen dürfen. Aber auch das konnte die müde Lehrter Mannschaft nicht aus der Lethargie erwecken. Erst als Stefan Bürschen nach schlimmem Foul verletzungsbedingt ausgewechselt und Philip Tenne ins Rennen geschickt wurde, kam etwas mehr Feuer ins Spiel. Tenne holte sich auch zeitnah die gelbe Karte ab, wohl um als erfahrener, mit allen Wassern gewaschener Spieler ein Zeichen zu setzten. Es sollte fruchten. Fortan wurde mit etwas mehr Elan nach vorne gespielt. Nach Foulspiel im Strafraum an Thomas Menke verwandelte Jo Menke den fälligen Elfer sicher in den rechten oberen Winkel zum 1:1 Ausgleich und Pausenstand.

In der knappen, präzisen Pausenansprache ließ Meyer keine Fragen offen.

Nach dem Wechsel war es wieder Tenne, der nach hartem Einsteigen zehn Minuten nach Wiederanpfiff eigentlich des Feldes verwiesen gehörte. Aber der Unparteiische Frank Tyben ließ Gnade vor Recht ergehen. Trainer Meyer reagierte und brachte Günnemann für Tenne. Dieser belebte die Offensive wenigstens ebenfalls ein bißchen. Nach dem ersten schönen Spielzug über die linke Seite und Leo Peters, der ansonsten aus mir unerklärlichen Gründen vornehmlich gemieden wurde, vollendete Thomas Menke zur 2:1 Führung für Lehrte. Anschließend warf Schöninghsdorf alles nach vorne und Lehrte konterte. Ein über rechts und Poldi Hormann bilderbuchmäßig vorgetragener Konter landete bei Günne, der völlig frei den Torwart ausguckte und den Ball locker an den Pfosten schob. Das war schon Kunst! Noch schöner wurde es, als ein identischer Spielzug wieder bei Günnemann landete und dieser sich erneut entschlossen hatte den Keeper auszugucken und in eine Ecke zu schieben. Zur Überraschung aller wurde aus dem als plazierten Flachschuß gedachten Abschluß ein Heber über den verdutzten Concorden-Keeper ins Tornetz. Damit war nun wirklich nicht zu rechnen gewesen;-)))

Das 3:1 bedeutete den Endstand. Ein ganz wichtiger Sieg vor dem Hintergrund der anderen Ergebnisse. Ein Sieg kann man getrost als schmutzigen Dreier werten. Aber das war alles, was zählte!

 

Am kommenden Freitag empfängt die Lehrter Erste die Eintracht aus Berssen zum Flutlicht-Schlager. Anstoß wird um 19 Uhr sein.

Die Lehrter Zweite dagegen muß um 19.30 Uhr in Neubörger ran und hat hier gegen den Tabellenachten die Chance zur Rehabilitation…..

…..Glück auf Lehrte